Aktuelles - Informationen rund um den Tierarzt


Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen Neuigkeiten und wissenswerte Informationen rund um das Thema Tierarzt. Zudem erfahren Sie hier stets alles Aktuelle zu unserer Kleintierpraxis. Wie Sie wissen, haben wir unsere Tierarztpraxis in Alfeld am 01.09.2014 eröffnet. Aktuell versorgen wir Sie mit Informationen zu den Themen Ausbruch von RHD 2 in unserem Landkreis, Stärkung der körpereigenen Abwehr, SDMA, chemische Kastration von Rüden und Blutegeltherapie als traditionelle Therapiemethode.

Darüber hinaus lesen Sie ganz aktuell über einen Schnelltest für mehr Sicherheit nach einem Zeckbiss.

Haben Sie Interesse oder Fragen zu einem bestimmten Thema im Kontext Tierarzt?
Sprechen Sie uns einfach an!



NEU - MEHR SICHERHEIT NACH ZECKENBISS


Ab sofort bieten wir Ihnen einen Schnelltest an, der Borrelien direkt in der Zecke anzeigen kann. Sollte Ihr Hund von einer Zecke gebissen worden sein, und Sie wünschen eine Abklärung, ob Borreliose- Infektionsgefahr besteht, bringen Sie uns die Zecke direkt in die Praxis.

Wir können Ihnen innerhalb von 15 Minuten sagen, ob die Zecke mit Borrelien besiedelt war oder nicht und entsprechend eine Gefahr für Ihren Hund besteht. Es können bis zu drei Zecken gleichzeitig getestet werden. Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gerne an!



Vielen Dank an die “Frettchenvilla Sternenglanz”


Wir danken der “Frettchenvilla Sternenglanz” für die gute Zusammenarbeit und wünschen für die Zukunft weiterhin alles Gute!





An alle Kaninchenbesitzer - Ausbruch von RHD 2


Aus aktuellem Anlass möchten wir hier alle Kaninchenbesitzer über den Ausbruch von RHD 2 in unserem Landkreis informieren.

RHD 2, Rabbit Haemorrhagic Disease, ist eine perakut meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die von Wildkaninchen aber auch über kontaminiertes Grünfutter oder durch den Menschen bzw. seine Kleidung als Vektor übertragen werden. Eine spezifische therapeutische Behandlung gibt es nicht und ein hoher Prozentsatz der infizierten Tiere versterben.

Wir empfehlen dringend, gerade bei größeren Beständen, aber auch bei exponierten Einzeltieren, eine prophylaktische Impfung. Die Routineimpfung der letzten Jahre schützt nicht ausreichend, da mit RDH 2 ein neuer aggressiverer Stamm ausgebrochen ist. Es gibt jedoch einen neuen entsprechenden Impfstoff, den wir, sofern es die Lieferbarkeit des Herstellers erlaubt, für Sie vorrätig haben.



Stärkung der körpereigenen Abwehr


Genau wie bei uns Menschen muss sich auch das Immunsystem unserer Haustiere ständig mit Einflüssen aus der Umwelt auseinandersetzen. Das Immunsystem besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Komponenten: dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem.

Das angeborene Immunsystem ist für die Ersterkennung und den Erstkontakt mit möglichen Krankheitserregern verantwortlich. Dieses bereits bei Jungtieren aktive System hält Erreger in Schach, bis sie von dem erworbenen Immunsystem endgültig eliminiert werden. Dieses anpassungsfähige System ist zuständig für eine spezifische Bekämpfung und endgültige Vernichtung der Erreger. Es kann eine langanhaltende Immunität durch eine „Gedächtnisbildung“ herstellen.

Auch bei den Tieren sind Krankheiten manchmal Folge von Überbelastungen, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen, so z.B. Stress oder primäre Grunderkrankungen.

Stressfaktoren sind vielfältig und individuell, z.B.:
• Transport/ unbekannte Umgebung
• Körperliche Anstrengung, z.B. Training, Dienst- und Sporthunde
• Enger Kontakt mit Artgenossen auf Ausstellungen oder in Tierpensionen
• Zunehmendes Alter
• Infektionen wie Feline Immundefizienz-Virus (FIV) oder Feline Leukämievirus (FeLV)
• Durchfallerkrankungen, Atemwegserkrankungen

Eine Aufbaukur mit einem Immunmodulator kann das angeborene Immunsystem bei Stress und Belastung unterstützen. Diese Therapie besteht in der Regel aus drei Injektionen. Hierbei wird der Körper in eine bessere Abwehrbereitschaft versetzt und gleichzeitig werden die Selbstheilungskräfte aktiviert. Dies dient der Verhinderung stressbedingter Infektionskrankheiten oder der unterstützenden Behandlung einer bereits ausgebrochenen Behandlung.

Für mehr Informationen oder bei Fragen zu diesem Thema sprechen Sie uns gerne an!



SDMA


Ein neuer hochspezifischer Biomarker zur Früherkennung chronischer Nieren-erkrankungen

Routinemäßige Kontrollen der Blutwerte sind ein wichtiges Instrument zur Früherkennung von Krankheiten. Wir empfehlen Hundehaltern ab dem 6. Lebensjahr (große Hunderassen) bzw. ab dem 8. Lebensjahr (kleine und mittelgroße Hunderassen) sowie Katzenhaltern ab dem 7. Lebensjahr, ihre Vierbeiner einmal jährlich zur Blutentnahme vorzustellen und ein Blutprofil erstellen zu lassen. Neben einem Blutbild wird eine klinische Chemie erstellt, die uns verschiedene Organfunktion beurteilen lässt. Dabei arbeiten wir mit dem renommierten Großlabor „Idexx“ zusammen.

Ab 01.12.2015 werden alle Routineprofile dieses Labors um einen neuen Parameter ergänzt. Im Durchschnitt entwickeln einer von zehn Hunden sowie eine von drei Katzen im Verlauf ihres Lebens eine Nierenerkrankung. Bisher war die Kreatininkonzentration im Blut der ausschlaggebende Faktor zur Erkennung einer Niereninsuffizienz. Wird erstmalig eine Konzentration oberhalb des Referenzintervalls gemessen, ist zu diesem Zeitpunkt nur noch 25% der Nierenfunktion intakt. SDMA (symmetrisches Dimethylarginin) identifiziert eine Nierenerkrankung bereits dann, wenn ein Funktionsverlust von 40% besteht, d.h. wenn noch 60% der Nierenfunktion intakt ist. Dies ermöglicht uns eine schnellere und damit effizientere Behandlung unserer Patienten noch vor dem Einsetzen klinischer Symptome und einer damit einhergehenden, oftmals irreversiblen Schädigung der Niere.

Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Neuerung einen noch besseren Service anbieten zu können. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.



Chemische Kastration von Rüden


Die Kastration von Rüden ist oft eine sinnvolle Maßnahme. Zum einem gibt es organische Gründe wie Prostataveränderungen oder Hodentumore, zum anderen –und das weit häufiger- mindert sie den nicht zu unterschätzenden Stress eines unbefriedigten Sexualtriebes.

Der Sexualtrieb des Rüden besteht das ganze Jahr über und ist, anders als bei der Hündin, nicht zyklusabhängig. Dieser angeborene Trieb wird in den meisten Fällen nicht befriedigt und führt so beim Hund zu Stress und Frustration, was sich wiederum auf das Zusammenleben mit dem menschlichen Partner auswirken kann. Die chirurgische Kastration, also die Entfernung der Hoden, schaltet diesen Trieb endgültig aus, allerdings haben viele Hundebesitzer Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen dieses Eingriffes, wie z.B. Gewichtszunahme, Verhaltensveränderungen oder Fellveränderungen.

Als reversible Alternative zur chirurgischen Kastration bieten wir Ihnen eine chemische Kastration an. Hierbei wird –ähnlich wie beim Mikrochip- per Injektion ein Implantat unter die Haut zwischen die Schulterblätter gesetzt. Die Wirkung setzt nach etwa 6 Wochen ein und dauert, je nach Chip, ein halbes oder ein ganzes Jahr an.

In dieser Zeit können Sie ihren Hund beobachten, mögliche Veränderungen entdecken und beurteilen. Sie können sicher sehen, inwieweit evtl. unerwünschte Verhaltens eingestellt wird. Sind Sie und Ihr Hund zufrieden mit dem Zustand nach der chemischen Kastration kann er noch unter der Wirkung des Implantats chirurgisch und damit dauerhaft kastriert werden. Sollte das Gegenteil der Fall sein, so wird Ihr Tier nach einem halben oder einem Jahr wieder seine vollständige Fortpflanzungsfähigkeit wiedererlangen.

Sollten Sie zu diesem Thema Fragen haben, sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin mit uns.



Blutegeltherapie - traditionelle Therapiemethode


Ab sofort bieten wir Ihnen in unserer Praxis eine Blutegeltherapie für Ihre Tiere an. Diese traditionelle und anerkannte Therapiemethode wird schon lange in der Humanmedizin eingesetzt und findet immer mehr Einsatzmöglichkeiten bei unseren Haustieren.

Mit modernen Analysemethoden konnten mittlerweile viele Wirkmechanismen der Speichelinhaltsstoffe des medizinischen Blutegels aufgeklärt werden. So fördern die Wirkstoffe u.a. durch Gerinnungshemmung die lokale Blutzirkulation im Bereich der Ansatzstelle und zeigen eine besondere Wirksamkeit gegen schmerzhafte Entzündungen. Auch chronische Entzündungen werden durch eine stark verbesserte Stoffwechselsituation häufig positiv beeinflusst. Einsatzgebieten sind u.a.:

- Arthrosen
- Dysplasien
- Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Spondylosen)
- Myogelosen (Muskelverhärtungen)
- Ekzeme (z.B. Leckekzeme, Hot Spots)
- Wundheilungsstörungen
- Hämatome

Eine Behandlung ihres Tieres dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Die Patienten akzeptieren erfahrungsgemäß den Blutegelbiss ohne Abwehrreaktion und tolerieren die Behandlung entspannt. Der heilende Effekt kann nach unterschiedlichen Zeitabständen, oft sogar unmittelbar im Anschluss an die Behandlung, auftreten.

Bei Gefahr von Verunreinigungen wird ein lockerer saugfähiger Verband angelegt. Das Nachbluten ist ein wichtiger gewünschter Effekt. Eine Wundkontrolle findet einen Tag nach der Behandlung statt. Die Kosten für eine Blutegeltherapie betragen inkl. Wundkontrolle je nach Anzahl der eingesetzten Egel ungefähr zwischen 35,- und 45,- Euro. Bei Interesse und Fragen sprechen Sie uns gerne an!



Kleintierpraxis Dr. Yasmin Voit
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